Code: Realize ~Guardian of Rebirth~

Informationen

Titel: Code:Realize ~Sousei no Himegimi~ (jap.)
Code: Realize ~Guardian of Rebirth~ (eng.)
Plattform: PS Vita
Publisher: Aksys Games
Entwickler: Idea Factory/Design Factory
Altersfreigabe: PEGI: 12 | ESRB: 13+
Medium: Ladenversion (NA), digital (EU)
Audio: Japanisch
Text: Englisch
Genre: Visual Novel (Otome Game)
Spielmodus: Einzelspieler
Online-Multiplayer: Nein
Veröffentlichungsjahr: 2014 (JP), 2015 (EU,NA)
Website: Offizielle Webseite

Kurzbeschreibung

England, 19. Jahrhundert: Das junge Mädchen Cardia lebt seit zwei Jahren in einer verlassenen Villa und hat keine Erinnerungen an ihre Kindheit. Alles was sie weiß ist, dass ein tödliches Gift durch ihre Adern fließt, welches alles schmilzt was sie berührt. Ihr Vater hat ihr einen Brief hinterlassen, der ihr befiehlt niemals das Gebäude zu verlassen und auf ihn zu warten. Eines Nachts dringt die königliche Leibwache in die Villa ein, die Cardia mitnimmt. Kurz darauf wird sie allerdings von Arsène Lupin, der sich selbst als "Gentleman Dieb" bezeichnet, entführt. Dieser verspricht Cardia, dass er ihr ihren sehnlichsten Wunsch erfüllen wird: Jemand anderen berühren zu können! So machen sie sich auf die Suche nach ihrem Vater um zu erfahren, warum Gift durch Cardias Körper fließt. Dabei treffen die beiden auf vier weitere charmante junge Männer: Impey Barbicane, Saint-Germain, Abraham van Helsing und Victor Frankenstein. Während sie das Geheimnis um Cardias Körper versuchen zu lüften, hallen Cardia immer wieder die ernsten Worte ihres Vaters durch den Kopf: "Du darfst dich niemals verlieben..!"

Bewertungen

Animation/Zeichenstil

Die von Miko stammenden Zeichnungen sind einfach toll und mit viel Liebe zum Detail gezeichnet. Die Farben sind wunderschön, besonders die Hintergründe wurden sehr fein ausgearbeitet. Jedes noch so kleine Staubkorn sieht einfach nur wunderbar aus. Was die Zeichnungen angeht, ist dieses Spiel einfach nur top!

Handlung

Die Handlung geht bei diesem Otome Game eher in Richtung Action und Drama. In den vier Routen zu Van, Fran, San und Impey wird je eine eigene Geschichte erzählt. Diese läuft mit sehr gutem Tempo, die Storys sind sehr gut durchdacht und auch wirklich berührend. Einzig und allein Sans Route ging in eine sehr unerwartete Richtung und der Romance-Anteil kam viel zu plötzlich. Nachdem man alle vier Routen durch hat kommt man zu Lupins, bei der alle Handlungen zusammenkommen. Hier kommt dann erstmals Cardias Vater ins Spiel und das Geheimnis um ihr Gift wird gelüftet. Auch wenn sich die Story eher auf die Handlung und die Charaktere an sich konzentriert, ist diese trotzdem sehr interessant und es gibt trotzdem genug Romance.

Charaktere

Viele der Charaktere sind an europäische, literarische Persönlichkeiten (Frankenstein, Sherlock Holmes, usw.) angelehnt, was ein sehr nettes Gimmick ist. Passend zum Steampunk-London im 19. Jahrhundert ist auch die Kleidung schön gestaltet genauso wie die Charaktere an sich. Anfangs noch eine, wie sich die Protagonistin Cardia selbst bezeichnet, "leblose Puppe" blüht besonders sie im Verlauf der Geschichte immer mehr auf und wird zu einer willenstarken Person. Auch die restlichen Charaktere haben individuelle Persönlichkeiten und man schließt sie schnell ins Herz. 

Musik

Bei der Musik hat man sich ebenfalls sehr viel Mühe gegeben. Die insgesamt 25 Tracks sind immer passend eingesetzt und sehr schön. Das von Mao gesungene Opening ist schön animiert, geht gut ins Ohr und passt gut zur Thematik. Währendessen ist das Ending eher ruhig und unauffällig.

Gameplay

Bei dem Gameplay gibt es kaum etwas Außergewöhnliches anzumerken. Sie enthält die typischen Otome Game-Elemente: Der Name der Protagonistin ist änderbar, allerdings wird ihr Name "Cardia" dann nicht mehr von den Charakteren ausgesprochen. Nach dem Prolog und acht weiteren Kapiteln, bei denen man alle Charaktere kennenlernt, geht es dann zu den einzelnen Charakterrouten. Durch wählbare Entscheidungen bekommt man dann entweder das schlechte, das normale oder das gute Ending. Zusätzlich gibt es noch fünf Extrageschichten zu den Charakteren mit besonders viel Fanservice und Humor. Einzig und allein eine "Zuneigungs-Leiste" hat gefehlt. Auch wenn viele Antwortoptionen logisch waren wäre es doch schön gewesen, zu wissen wie gut man jetzt bei welchem Charakter dran ist.

Fazit

Dank Aksys Games darf man mit "Code: Realize" ein besonders tolles Otome Game im Westen genießen! Die Artworks und CGs sind einfach nur atemberaubend schön und ins Detail gezeichnet, und auch die Musik hört sich toll an. Die Charaktere und ihre Routen an sich waren sehr schön und rührend, obwohl Saint-Germains Route etwas überholt wirkte. Trotzdem findet man sicher schnell einen Liebling, denn kein Charakter enttäuscht einem und vor allem die Protagonistin macht eine gute Entwicklung durch. Vom Spielsystem her gibt es kaum Änderungen gegenüber anderen Otome Game-Titeln, nur wie schon erwähnt wäre eine "Zuneigungs-Leiste" sehr hilfreich gewesen. Auch wenn das Spiel an das weibliche Publikum gerichtet ist, können auch männliche Spieler ihren Spaß daran finden. Für alle Otome-Fans und für die, die es noch werden wollen, kann ich dieses Spiel einfach nur wärmstens empfehlen! Mit Norn9: Var Commons und drei weiteren, angekündigten Titeln werden wir hoffentlich in Zukunft noch mehr von Aksys Games erwarten dürfen!

Tokyo Jungle

Informationen

Titel: Tokyo Jungle
Plattform: PS3
Publisher: Sony Interactive Entertainment
Entwickler: Sony Interactive Entertainment, 
SIE Japan Studio
Altersfreigabe: PEGI: 12 | USK: 12
Medium: Ladenversion, digital
Audio: --
Text: Deutsch
Genre: Rollenspiel
Spielmodus: Einzel- und Multiplayer
Online-Multiplayer: Nein
Veröffentlichungsjahr: 2012
Website: Offizielle Webseite

Kurzbeschreibung

Die Menschheit ist von der Erdoberfläche verschwunden - jetzt herrschen die Tiere. Kämpf ums Überleben - mit List, Zähnen und Klauen. Im hervorragenden Tutorial des Games lernst du, wie du kämpfst, dich an Beute heranpirschst, Schutz vor Raubtieren suchst, dein Revier markierst und dich fortpflanzt, um das Überleben deiner Art zu sichern.
Im Storymodus geht es darum, Missionen mit verschiedenen Tieren zu meistern und evtl. herauszufinden was mit der Menschheit geschehen ist.
Im Survivalmodus kann man im Einzel- oder Multiplayer Reviere erobern um sich fortzupflanzen, jagen und dafür sorgen, möglichst lange gegen andere gefährliche Raubtire zu überleben.

Bewertungen

Animation

Mir gefällt die Grafik echt gut und mit der Zeit gewöhnt man sich daran.

Handlung

Die Handlung hat echt das Interesse in mir an dem Spiel geweckt. Einfach die Chance im Survivalmodus Tiere zu spielen, die frei herumlaufen, sich vermehren, jagen und überleben müssen. Welche man spielen muss, wenn man storytechnisch weiterkommen möchte, um herauszufinden was mit der Menschheit passiert ist. Denn dazu findet man nur einzelne Aufzeichnungen, allerdings nicht einmal nach der Reihenfolge...

Charaktere

Es gibt eine tolle Auswahl an spielbaren Charakteren zudem man weitere durch das Spielen von Storykapiteln oder dem Survivalmodus freischalten kann oder einfach Pakete mit ausgewählten Tieren. Zudem jedes Tier seine eigene Schnelligkeit und Beweglichkeit hat, was auch echt gut ist.
Man hat sogar die Möglichkeit einen Menschen zu spielen, ob man damit allerding auch fortpflanzungsmäßig weit kommt ist die Frage...

Musik

Es gibt nicht viel Auswahl an der Musik, sie ist immer die gleiche an sich. Jedoch macht sie das Spiel damit auch der Atmosphäre entsprechend.

Gameplay

Es gibt zwei Mods: einmal den Storymod, in diesem muss man angegebene Missionen erledigen. Um diese allerdings machen zu können muss man im Survivalmod weiterkommen bzw einzelne Storykapitel freischalten. Es ist also ein ständiges Herumgeswitche zwischen dem Story- und dem Survivalmod. Mir gefällt es auch, dass man das Spiel zu zweit spielen kann, so macht das Ganze auch ziemlich viel Spaß. Grundsätzlich gibt es nur eine Regel zu beachten: Kämpf ums Überleben!

Fazit

Das Spiel macht in allem sehr viel Spaß. Es gibt einzelne Charakter-Pakete mit denen man einige Tiere freischalten kann, andere schaltet man entweder im Story- oder im Survivalmodus frei. Und dort gibt es wirklich eine Menge an auswählbaren Tieren, wie zB den kleinen Zwergspitz oder einfach mal ein Krokodil oder doch lieber einen Roboterhund? Wer Interesse an so einem Spiel hat, findet daran sicher seinen Spaß. Es ist halt die Frage, ob man stundenlang daransitzen und zwischen den beiden Modi switchen möchte, um die Storykapitel freizuschalten. Auch ist das Überleben etwas schwerer umso älter das gespielte Tier wird. Denn dann hat man mit Smog zu kämpfen und wenn man Pech hat, gibt es erst am anderen Ende der Map wieder Futter. Außerdem hat man die Möglichkeit sein Tier mit witzigen Accessoirs auszustatten. Ein gutes Spiel, welches sich auch ganz gut zum Spielen für zwischendurch eignet.

Variante - Requiem for the World

Informationen

Titel: Variante (jap.)
Variante - Requiem for the World (eng./dt)
Mangaka: Iqura Sugimoto
Genre: Drama, Fantasy,
Mystery, Splatter, Violence
Altersempfehlung: --
Veröffentlichung: 2004-2006 (JP), 2012 (D)
Status: abgeschlossen mit vier Bänden
Deutsches Format: Ja
Verlag: Egmont Manga

Kurzbeschreibung

Aiko Hosho sollte eigentlich tot sein, doch sie erwacht in einem ihr unbekannten Krankenhaus. Ihr linker Arm ist bandagiert und sie hat keine Ahnung, was passiert ist. Plötzlich erscheint vor ihr ein merkwürdiges, monsterähnliches Wesen bei dessen Anblick sie sich wieder an alles erinnern kann: Als sie nach der Schule nach Hause kam waren ihre Eltern tot, umgebracht von einem ähnlichen Monster. Dieses hat auch sie kurz danach angegriffen, doch warum sie noch lebt ist ihr ein Rätsel. Auf einmal bewegt sich Aikos Arm von ganz alleine und beginnt sich zu verwandeln...

Bewertungen

Zeichenstil

Wer "Summer Wars" oder "A Lollypop or A Bullet" kennt wird auch hier wieder die Zeichnungen von Iquara Sugimoto sehen können. Passend zur ernsten und brutalen Handlung sind die Zeichnungen sehr realistisch und düster gehalten. Einzig und allein Aiko sieht etwas zu kindlich aus, doch ansonsten sieht alles sehr gut aus.

Handlung

Anfangs zögert sich das Ganze noch etwas hinaus, da wegen Aikos Unentschlossenheit unnötig viel Drama aufkommt. Danach hat die Handlung die ganze Zeit über eine angenehme Erzählgeschwindigkeit. Sie wechselt oft zwischen Brutalität, Drama aber auch schönen Szenen hin und her. Das Ende kommt deswegen relativ abrupt und war auch leider nicht so zufriedenstellend. Trotzdem war es eine sehr schöne, dramatische aber auch schaurige Geschichte, bei der es viele Überraschungen gibt.

Charaktere

Bis auf Aiko und Sudo, der erst viel später eine wirklich wichtige Rolle einnimmt, sind die Charaktere nicht so unheimlich prickelnd. Viele werden einfach nur eingeführt um entweder gleich wieder zu sterben, oder den anderen beiden bei der Charakterentwicklung zu helfen. Diese zwei sind dafür wirklich realistische und interessante Persönlichkeiten.

Fazit

"Variante" ist ein, zwar leider relativ kurzer Manga mit abrupten Ende, aber trotzdem empfehlenswert. Besonders Fans des Splatter Genres, aber auch diejenigen die gerne Drama lesen, werden hier ihren Spaß haben. Die Zeichnungen sind passend und realistisch, gerade die beiden Hauptprotagonisten sind sehr interessant. Ein guter Manga mit viel Blut und Drama, den man schnell gelesen hat und bei dem man sehr mitfiebert!

AnoHana - Die Blume, die wir an jenem Tag sahen

Informationen

Titel: Ano Hi Mita Hana no Namae o Bokutachi wa Mada Shiranai/AnoHana (jap.)
AnoHana: The Flower We Saw That Day (eng.)
AnoHana - Die Blume, die wir an jenem Tag sahen (dt.)
Genre: Drama, Romance, Slice of Life
Erscheinungsjahr: 2011
Regie: Tatsuyuki Nagai
Musik: Remedios
Animationsstudio: A-1 Pictures
Episoden: 11 (~24min)
Format: Serie

Kurzbeschreibung

Jintan, Menma, Anaru, Yukiatsu, Tsuruko und Poppo - das sind die Namen der sechs Mitglieder und Gründer der "Super Peace Busters". Als Kinder waren sie noch unzertrennlich, doch einige Jahre später haben sie kaum mehr Kontakt zueinander. Jintan, eigentlich Jinta Yadomi genannt, verbringt seine Tage zu Hause, da er keine Lust hat in die Schule zu gehen. Eines Tages begann er allerdings als Einziger seine Kindheitsfreundin Menma sehen zu können. Das dürfte eigentlich gar nicht möglich sein denn: Menma starb aufgrund eines Unfalls beim Spielen im Wald. Nun muss Jinta versuchen alle wieder zusammen zu bringen und herausfinden, was Menma in dieser Welt zu suchen hat...

Bewertungen

Animation/Zeichenstil

Wer "ToraDora!" oder den neuesten Film "The Anthem of the Heart" kennt, der wird merken, dass sich der Zeichenstil sehr ähnelt. Und das gehört meiner Meinung nach zu einem der größten Pluspunkte der Serie. Die Zeichnung sind liebevoll und detailiert gezeichnet und passen gut zum dramatisch gehaltenen Anime. Auch bei den Hintergrundzeichnungen hat man sich sehr viel Mühe gegeben und natürlich sind die Animationen sehr schön anzusehen.

Handlung

Die Handlung beginnt meiner Meinung nach recht kurz und knapp: Menma ist als Geist wieder zurückgekehrt und nun müssen alle herausfinden, warum sie das getan hat. Während den elf Folgen versuchen sie nun alles mögliche, um Menma in Frieden ruhen zu lassen. Dabei stellen sich die Charaktere jedoch unmöglich an. Während man als Zuschauer schnell vermutet, warum Menma nicht vom Diesseits loslassen kann, denken sich die fünf übrigen Freunde einen totalen Schwachsinn aus. Erst zum Schluss endet das Ganze in einer wirklich schönen und berührenden Szene. Hier will ich gar nicht allzu viel spoilern, denn dieses Ende muss man einfach gesehen haben! Ein Minuspunkt, den ich als besonders störend empfand war, dass die ganze Handlung zu sehr ins Liebesdrama abrutschte. Während man anfangs noch das Gefühl hatte, dass der Tod um Menma im Mittelpunkt steht, läuft das im weiteren Verlauf einfach zu sehr in's Klischeehafte ab.

Charaktere

Bei den Charakteren hat man die ganze Zeit das Gefühl, dass sie nicht unbedingt die Lust dazu haben, das Geheimnis hinter Menmas Wiederkehr herauszufinden. Dadurch gelingt es ein paar Charakteren erst zu spät, um wirklich aktiv dabei zu sein. Ich empfand manche Charaktere deswegen einfach zu uninteressant weil sie kaum auf dem Bildschirm waren und man einfach nicht wusste, warum die jetzt noch dabei waren. Dennoch muss ich hier ein großes Lob an die japanischen Sprecher aussprechen, denn diese waren einfach nur sehr gut!

Musik

Der Opening-Song wurde hier von Galileo Galilei übernommen, der ein richtig nettes Intro bietet. Im Gegensatz dazu ist das Ending, welches von den drei weiblichen Protagonisten gesungen wird, einfach nur wunderschön. Die traurige und langsame Stimmung passt gut zur Serie und bietet einen guten Abschluss. Besonders als Hintergrundmusik bleibt dieses Stück im Gedächtnis, während die anderen Tracks leider etwas schwach wirken.

Fazit

"AnoHana" wird seinem Titel als einen der traurigsten Anime-Serien überhaupt gerecht. Auch wenn sich die Serie die elf Folgen lang etwas zieht und kaum Anzeichen an richtigem Drama zeigt, haut der Schluss noch einmal richtig rein. Die Charaktere haben mich nicht unbedingt überzeugt und für die eigentliche Handlung war dann doch etwas zu viel 0815 Liebesdrama dabei. Jedoch konnten sowohl Musik als auch die Animationen und besonders der Zeichenstil überzeugen. Für Fans von Drama-Animes à la "Clannad" oder "Angel Beats!" gibt es hier ein weiteres gutes Werk, das zwar seine Macken hat, aber dennoch ganz nett ist.

No.6 (Manga)

Informationen

Titel: No.6
Mangaka: Atsuko Asano (Autor),
Hinoki Kino (Zeichner)
Genre: Action, Drama, Sci-Fi, Shounen Ai
Altersempfehlung: --
Veröffentlichung: 2011-2013 (JP), 2014-2016 (D)
Status: mit neun Bänden abgeschlossen
Deutsches Format: Ja
Verlag: Egmont Manga


Kurzbeschreibung

In der fernen Zukunft hat es sich die Menschheit zur Aufgabe gemacht, ihre Bewohner besonders gut vor negativen Einflüssen zu schützen. Die Stadt No.6 wurde deswegen von meterhohen Mauern umzäunt, die Bewohner regelrecht bewacht und potenzielle Kriminelle sofort verhaftet. Shion, ein zwölfjähriger Junge, lebt mit seiner Mutter im besonders wohlhabenden Bezirk von No.6, da er als Kind als besonders intelligent eingestuft wurde. Während einer stürmischen Nacht findet er einen gleichaltrigen, schwer verletzten Jungen vor seinem Haus. Shion lässt ihn in sein Haus und behandelt ihn obwohl er genau weiß, dass es sich bei diesen Jungen mit dem Namen Nezumi, um einen Schwerverbrecher handelt. Am nächsten Morgen ist Nezumi verschwunden, Shion und seiner Mutter wird ihr hoher Status entzogen und sie müssen fortan im ärmeren Teil von No.6 leben. Vier Jahre später beobachtet Shion den mysteriösen Tod eines Kollegen und wird allerdings grundlos des Mordes angeklagt. Aus dieser kniffligen Lage allerdings wird er von niemand Geringerem als Nezumi gerettet.

Bewertungen

Zeichenstil

Im Vergleich zur ernsten Handlung des Mangas sehen die Zeichnungen im Großteil sehr lieb und kindlich aus. Auch die Cover und Farbabschnitte sehen immer bunt aus, und nur wenige dramatische Momente wirken tatsächlich bedrohlich. Zusammengefasst hätte dieser Manga wegen seiner ernsten Thematik auch einen ernsteren Stil vertragen können, doch die Zeichnungen sind trotzdem sehr schön.

Handlung

In der Zukunft angesiedelt hat No.6 eine sehr interessante Grundstellung. No.6: eine perfekte Stadt? Die Geschichte handelt von einer Zukunft, die theoretisch möglich wäre und was passieren würde, wenn Ordnung in Chaos gestürzt wird. Und mittendrin sind die beiden Hauptprotagonisten hin -und hergerissen. Die Geschichte verläuft die ganze Zeit über sehr interessant und schlägt gegen Ende eine etwas unerwartete Richtung ein. Besonders die einzelnen Charaktere entwickeln sich besonders gut weiter und lassen die Handlung die ganze Zeit über interessant wirken.

Charaktere

Der größte Pluspunkt des Mangas wäre die Vielfältigkeit und Einzigartigkeit der Charaktere. Besonders mit Shion und Nezumi hat man zwei Protagonisten, die sich unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Entwicklung der beiden ist während der gesamten Handlung sehr spannend zu beobachten, da sie unterschiedlich aufgewachsen sind und dadurch anders handeln. Dabei geht die Beziehung sogar so tief, dass man von Shounen Ai sprechen könnte. Es wird zwar nie explizit von Liebe gesprochen, doch man merkt, dass Shion und Nezumi durch ein besonderes Band verbunden sind. Auch die Nebencharaktere wie Shions Mutter oder Inukashi beweisen durch ihre Einzigartigkeit und Cleverness, dass sie nicht uninteressant sind.

Fazit

Mit No.6 hat es ein Manga in den deutschen Raum geschafft, der besonders durch seine interessante und sehr tiefgehende Handlung hervorsticht. Neben der zum Nachdenken anregenden Geschichte gibt es noch die beiden Protagonisten, die zwei sehr interessante Gegenpole darstellen. Shion und Nezumi haben eine besondere Beziehung zueinander, ob es sich nun tatsächlich um Liebe handelt oder nicht, sei nun offen stehen gelassen. Trotzdem schaffen es die beiden, eine gute Charakterentwicklung zu durchleben und auch die Nebencharaktere sind sehr interessant. Auch wenn ich hierfür einen etwas ernsteren Zeichenstil erwartet hätte, kann ich nur jedem einen Blick in diesen Manga empfehlen!

Corpse Party: Book of Shadows

Informationen

Titel: Corpse Party: Book of Shadows
Plattform: PSP, PS Vita
Publisher: XSEED Games
Entwickler: Team GrisGris, 5pb.
Altersfreigabe: PEGI: 16 | ESRB: 17+
Medium: digital
Audio: Japanisch
Text: Englisch
Genre: Survival Horror
Spielmodus: Einzelspieler
Online-Multiplayer: Nein
Veröffentlichungsjahr: 2011 (JP), 2013 (NA, EU)
Website: Offizielle Webseite

Kurzbeschreibung

Was würde passieren, wenn sie schon vorher von der Heavenly Host Grundschule erfahren? Würden sie es schaffen, wenn sie schon vorher wüssten in welcher Hölle sie landen würden? Könnten die acht ihr Schicksal abwenden? Das Sequel zum ersten Teil von Corpse Party zeigt kleine Kurzgeschichten zu den Hauptpersonen oder auch zu Nebencharakteren.

Bewertungen

Animation/Zeichenstil

Beim Zeichenstil, sowie auch bei den wenigen Animation die es gibt, hat sich im Großen und Ganzen nichts geändert. Die Charaktere sehen nach wie vor gleich aus und sind sehr niedlich gezeichnet. Nur die Hintergründe kommen wegen dem neuen Spielsystem mehr zur Geltung und sind gruseliger denn je.

Handlung

Auch wenn Book of Shadows an sich keine richtige Handlung aufweist, ist diese dennoch eng mit dem ersten Teil verknüpft. So gibt es neben dem anfangs erwähnten "Was wäre wenn..."-Geschehen, in dem Satoshi als einziger weiß was passieren wird, Kurzgeschichten zu Naho Saenoki, Ms Shishido, Yuka, sowie anderen Schülern. Ganz zum Schluss wird ein komplett neues Kapitel erzählt, welches direkt nach den Geschehnissen des ersten Teils spielt. Zu diesem sind die einzelnen Kapitel eine sehr gute Ergänzung.

Charaktere

In Book of Shadows trifft man hauptsächlich auf bekannte Gesichter, nur in Rückblenden gewisser Personen trifft man auf komplett neue Charaktere. Diese wurden teils sehr gut gestaltet, teils sind manche aber auch viel zu kurz geraten und bleiben kaum in Erinnerung. Bei den Designs gibt es soweit allerdings keine Änderungen.

Musik

Hier hat sich auch kaum etwas geändert. Es gibt ein neues Opening, sowie auch ein neues Ending. Diese wurden wieder, wie schon vom ersten Teil, von Ayumis Sprecherin Asami Imai gesungen, das Ending jeweils wieder von Artery Vein. Diese sind wieder schaurig schön und auch die Hintergrundmusik passt sich gut an die Atmosphäre an.

Gameplay

Das Gameplay hat sich im Vergleich zum ersten Teil gewaltig verändert. Es wirkt alles wie eine Art Visual Novel, bei der es viel Text zu sehen gibt. In der Schule bewegt man sich nun fort in dem man auf einen Raum klickt und der Bildschirm sich dann zu einem "Suchmodus" ändert. Mit Hilfe des Steuerkreuzes kann man Gegenstände oder Personen anreden und durch Entscheidungen sein Leben retten oder... auch nicht.

Fazit

Die Kurzgeschichten sind alle sehr interessant und ergänzen sich gut zum ersten Teil. Wer keine Ahnung von Corpse Party hat sollte hier allerdings die Finger lassen und lieber zum ersten Teil schauen. Wer den einen oder anderen Charakter mochte wird diesen hier wiedersehen und interessante Hintergrundinformationen erfahren. Neben ein paar neuen Charakteren, gibt es aber was Musik und Hauptprotagonisten angeht keine Neuerungen. Das Spielsystem ist hier ganz anders als im ersten Teil, doch auch daran gewöhnt man sich schnell. Einzig und allein das letzte Kapitel fährt mit der Geschichte fort und ist für die weitere Handlung wichtig. Für alle Fans des Vorgängertitels wird dieser Teil, Corpse Party: Book of Shadows, eine schöne Erweiterung sein.

Digimon Story: Cyber Sleuth

Informationen

Titel: Digimon Story: Cyber Sleuth
Plattform: PS Vita, PS4
Publisher: Bandai Namco Entertainment
Entwickler: Media. Vision
Altersfreigabe: USK: 12 | PEGI: 12
Medium: Ladenversion, digital
Audio: Japanisch
Text: Englisch
Genre: Rollenspiel
Spielmodus: Einzelspieler
Online-Multiplayer: Ja
Veröffentlichungsjahr: 2015 (JP), 2016 (NA,EU)
Website: Offizielle Webseite

Kurzbeschreibung

Anfangs hat man die Wahl zwischen einen der beiden Amateur-Hackern Takumi (männlich) bzw. Ami (weiblich). In einem Chatroom erhält man gemeinsam mit seinen zwei Freunden ein Gerät mit den Namen Digimon Capture. Hiermit soll es möglich sein sich mit Digimon, Wesen die in der digitalen Welt leben, anzufreunden und diese zu fangen. Kurz darauf treffen sich die drei in einem Server von Eden, einer virtuellen Welt, die man erstmals körperlich betreten kann. Allerdings müssen sie gleich darauf vor einem bösartigen Wesen fliehen, welches die mentalen Daten von Menschen frisst und diese somit in ein Koma fallen aus dem sie nicht wieder erwachen. Der Hauptcharakter kann diesem sogenannten Eater nur knapp entkommen und wird daraufhin zu einer Art Cyber-Mensch, der ohne Probleme über Computer oder Fernseher in virtuelle Netzwerke eindringen kann. Daraufhin wird man von einer Detektivin, Kuremi Kyoko, aufgesucht. Diese betreibt eine Detektei und möchte den Protagonisten kurzerhand als Komplizen einstellen. Als "Cyber Detektiv" hat man nun die Aufgabe sämtliche Verbrechen die von Digimon oder Menschen, die die Digimon ausnutzen, aufzuklären. Doch dabei bleibt es nicht, denn schon bald muss man gemeinsam mit seinen Freunden die ganze Welt retten.

Bewertungen

Animation/Zeichenstil

Bei den Animationen gibt es gar nichts auszusetzen. Diese sind in allen Szenen sehr flüssig und passend. Ungewöhnlicherweise sind auch die Sprites der Charaktere, wenn sie untereinander reden animiert, doch auch das ist kein Minuspunkt. Auch bei den Digimon hat man sich viel Mühe gegeben. Egal ob innerhalb oder außerhalb des Kampfes, jedes Digimon bewegt sich flüssig und sieht lebendig aus.

Handlung

Die Handlung braucht anfangs etwas länger um ihn Fahrt zu kommen. Man verbringt die ersten paar Kapitel damit, die Charaktere kennenzulernen bzw. auch zu lernen wie man Digimon fängt und diese kämpfen lässt. Erst nachdem man in Kyokos Detektei eingestellt ist, geht es los mit den unterschiedlichen Aufträgen und dem Fangen der Digimon. Wie oben schon angedeutet, bleibt es natürlich nicht nur bei einzelnen Aufträgen und schon nach einiger Zeit muss man sich auf eine größere Herausforderung gefasst machen. Das ganze zieht sich über 20 Kapitel, bei denen man sich abwechselnd mit den wichtigen Story-Aufträgen beschäftigen muss, aber auch hin und wieder unwichtige Nebengeschichten abschließen muss. Das ist eine Tatsache, die vielleicht mit der Zeit etwas unnötig und langweilig wirkt, aber gut zur Abwechslung beiträgt. Nebenbei hat man natürlich auch die Möglichkeit, sich mit dem Training seiner Digimon zu beschäftigen, ganz à la Pokémon. Die Story bietet meiner Meinung nach eine interessante Grundidee und wartet auch mit netten Twists auf, allerdings hat man die Sache mit dem Welt retten schon zu oft gehört. Und auch das ewige Rumlaufen und Endbosse zu bekämpfen wird auf Dauer etwas zäh.

Charaktere

Das Charakterdesign wurde von Suzuhito Yasuda übernommen, den man auch schon von der Shin Megami Tensei-Reihe oder als Illustrator der Durarara!! Novel kennt. Von den Zeichnungen bekommt man zwar leider kaum etwas mit, da alles 3D animiert ist. Jedoch ist das Design, vor allem der Klamotten, sehr einzigartig und schön gestaltet. Der einzige Makel wäre die übertriebene Freizügigkeit, besonders bei weiblichen Charakteren.

Musik

Masafumi Takada (Komponist der Danganronpa-Reihe) hatte auch hier wieder seine Finger im Spiel. Und natürlich hat er auch hier gute Arbeit geleistet. Die Soundtracks klingen immer passend in Szene gesetzt. Einzig und allein bei den Dungeons fängt man irgendwann an, die Musik nervig zu finden, weil man sie einfach zu oft hört.

Fazit

Mit Digimon Story: Cyber Sleuth erwartet man wahrscheinlich ein Spiel, das in Sachen Digimon trainieren und kämpfen lassen sehr ähnlich wie Pokémon ist. Und das ist auch tatsächlich so. Auch was das Kampfsystem betrifft, gibt es hier einige Überschneidungen. Jedoch macht es das Eingewöhnen so viel leichter und spaßiger. Nur die Story zieht sich anfangs etwas und scheint auch nichts Besonderes zu sein, obwohl sie einige nette Twists und auch besonders liebenswürdige Charaktere zu bieten hat. Alles in Einem ist das Spiel besonders für Liebhaber des Digimon-Franchises zu empfehlen, aber auch für jedem dem Pokémon ein Begriff ist. Allerdings muss man beachten, dass es keineswegs ein Spiel für zwischendurch ist, da es eine besonders lange Spielzeit aufweist und einem viele Herausforderungen gestellt werden.

J-Stars Victory VS+

Informationen

Titel: J-Stars Victory VS (jap.)
J-Stars Victory VS+ (eng./dt.)
Plattform: PS Vita, PS3, PS4
Publisher: Bandai Namco Entertainment
Entwickler: Spike Chunsoft
Altersfreigabe: USK: 12
Medium: Ladenversion, digital
Audio: Japanisch
Text: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
Genre: Prügelspiel
Spielmodus: Einzelspieler
Online-Multiplayer: Ja
Veröffentlichungsjahr: 2014 (JP), 2015 (NA,EU)
Website: Offizielle Webseite

Kurzbeschreibung

Jedem Anime-Fan sind beliebte Shounen-Serien wie Naruto, One Piece, Dragonball oder
Hunter x Hunter ein Begriff. Doch was wäre, wenn sich all diese Helden in einem Universum treffen würden? Mit J-Stars Victory VS+ wird das zur Wirklichkeit! Hier trifft man 52 Charaktere aus über 30 verschiedenen Serien des beliebten japanischen Magazins Shounen-Jump. Auch mit Charakteren aus Serien, in denen es nicht um's Kämpfen geht wie Nisekoi oder Haikyuu! erlebt man hier ein spannendes Abenteuer! Denn in der sogenannten Jump-Welt wird ein Turnier abgehalten, dass den stärksten Jump-Helden küren soll. Und diesem soll sein größter Wunsch erfüllt werden...

Bewertungen

Animation/Zeichenstil

Bei den Animationen ist gar nichts auszusetzen. Während den Kämpfen hat jeder Charakter seine eigene, charakteristische Bewegungs- sowie Kampfweise. Auch die Hintergründe wie das Meer oder der Himmel sind sehr schön und passen gut. Während die Charaktere sprechen sind diese in ihrem typischen Anime-Stil gezeichnet und ändern nur ihre Ausdrücke. Doch das kennt man schon von vielen Visual Novels und passt auch hier gut dazu.

Handlung

Die Handlung ist meiner Meinung nach genauso wie man sie erwartet hat. Die Helden des Jump-Universums treffen aufeinander um herauszufinden, wer der Stärkste von ihnen ist. Dabei tun sie natürlich das, was sie am besten können: ihren Zielen hinterher jagen. Das ganze Spiel konzentriert sich eher auf das Kampfsystem, darum wirkt die Handlung etwas platt und klischeehaft. Anfangs kann man sich zwischen vier Wegen entscheiden, wo man dann entweder mit Ruffy, Ichigo, Naruto oder Toriko startet. Eine einzelne Storyline hat man sehr schnell durch, jedoch sind auch die anderen schön zu spielen, da jeder Charakter andere Partner hat und die Dialoge immer irgendwo anders sind. Wer nun welcher Charakter ist und was er vor hat erfährt man zwar immer ganz kurz, jedoch sind manche Gespräche auch schwieriger zu verstehen, wenn man die passende Serie dazu nicht kennt. Für Fans und Kenner des Shounen Jump-Magazins wird dies allerdings ein großer Spaß! Wer sich nicht für die Handlung interessiert kann natürlich auch in anderen Modi (Freier Kampf oder Online Kampf) sein Können unter Beweis stellen.

Charaktere

Bei einer so großen Anzahl an Charakteren muss man schon vorweg sagen: Das war sicher keine leichte Aufgabe, jeden Charakteren gut in's Licht zu stellen. Trotzdem hat man das hier richtig gut hinbekommen! Jeder Charakter wurde passend zu seinem individuellen Zeichenstil gut animiert und in Szene gesetzt. Leider sind nicht alle Charaktere steuerbar, denn manche dienen nur als Hilfscharakter. Doch auch diese wurden mit Sorgfalt dargestellt und besonders bei dem ultimativem Angriff, legt jeder Charakter so richtig los.

Musik

Bei dieser Kategorie haben sich die Entwickler dazu entschieden, die Musik aus den zugehörigen Serien einzusetzen. Mir hat dies recht gut gefallen, denn so hört man bei jedem Charakter auch die dazu passende Musik. Nur das Opening wurde komplett neu komponiert. Dieses passt sehr gut und macht einen super ersten Eindruck!

Fazit

Wer Prügelspiele mag, wird dieses Spiel mögen. Wer noch dazu großer Fan von Naruto, Ruffy&Co. ist wird dieses Spiel lieben! Mit 52 spielbaren Charakteren aus dem Jump-Universum wird jeder seine persönlichen Lieblinge dabei haben! Untersützt wird das ganze nicht nur durch schöne und flüssige Animationen, sondern auch durch die passende Hintergrundmusik, die man schon aus den Serien dazu kennt. Auch wenn die Handlung etwas stumpf wirkt und schnell durchgespielt ist, gibt es noch genug andere Modi, in denen man seinen Spaß haben kann.

Corpse Party

Informationen

Titel: Corpse Party BloodCovered:
...Repeated Fear (jap.)
Corpse Party (eng./dt.)
Plattform: PSP, PS Vita, iOS
Publisher: XSEED Games, 5pb.
Entwickler: Team GrisGris, 5pb.
Altersfreigabe: PEGI: 16 | ESRB: 17+
Medium: digital
Audio: Japanisch
Text: Englisch
Genre: Survival Horror
Spielmodus: Einzelspieler
Online-Multiplayer: Nein
Veröffentlichungsjahr: 2010 (JP), 2011 (NA,EU)
Website: Offizielle Webseite

Kurzbeschreibung

Eine modrige alte Grundschule, Türen und Fenster die sich nicht öffnen lassen... und überall wimmelt es von Leichen und bösartigen Geistern. Das ist die Welt von Corpse Party! Nachdem die junge Mayu Suzumoto die Schule wechseln muss, beschließen die restlichen sechs Mitschüler der Kisaragi High School ein Ritual durchzuführen, sodass sie für immer Freunde bleiben. Gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin und einer kleinen Schwester finden sich die neun plötzlich in einer längst vergessenen Grundschule wieder, die ein besonders düsteres Geheimnis verbirgt... Mit diesem Spiel erlebt man die Horror-Geschichte aus dem Jahr 1998 für den PC noch einmal ganz neu!

Bewertungen

Animation/Zeichenstil

Das gesamte Spiel ist wie eine Art Rollenspiel aufgebaut, wo man mit verpixelter 64bit-Grafik die Räume der Schule erkunden muss. Nur wenn die Charaktere untereinander interagieren, wechselt das Spiel in eine Art Visual Novel. Viel Platz gibt es da nicht für Animationen.

Handlung

Schon nach den ersten paar Spielminuten befindet man sich mit allen neun Charakteren in der verlassenen Schule. Aufgeteilt in kleine Grüppchen spielt man mit mehreren Charakteren pro Kapitel und klärt nach und nach das Geheimnis der Schule auf. Dabei bleibt das Spiel immer abwechslungsreich. Die Handlung ergibt auch nach und nach mehr Sinn und es gibt kaum irgendwelche Logikfehler.

Charaktere

Die Charaktere wirken auf den ersten Blick sehr nett gestaltet, allerdings haben sie nicht so besonders hervorstechende Eigenschaften. Während man von anderen Nebencharakteren immer wieder überrascht wird, gibt es im Hauptcast kaum einen Charakter, der sich nicht dumm oder extrem klischeehaft verhält. Alles in allem sind die Charaktere doch aushaltbar, vor allem da man eine hervorragende Synchronisation genießen darf. Vor allem bekannte Sprecher wie Tetsuya Kakihara (u.a. Natsu aus Fairy Tail) oder Miyuki Sawashiro (u.a. Suruga Kanbaru aus der Monogatari-Reihe) lassen einem mit ihren verzweifelten Schreien das Blut in den Adern gefrieren.

Musik

Der Opening-, sowie auch der Ending-Song wurde von den Sprechern einiger Hauptcharaktere gesungen. Das Intro wurde hierbei von Asami Imai (Ayumis Sprecherin) gesungen, und passt extrem gut in das Geschehen. Schon bevor man anfängt lässt einem das Opening die Möglichkeit, in die grauenhafte Welt von Corpse Party zu blicken. Die Hintergrundmusik passt ebenfalls sehr gut in das Geschehen und sorgt in vielen Fällen für eine gruselige Atmosphäre. Zusätzlich wurde das Spiel mit einem besonderen Mikrofon aufgenommen. So klingen die Stimmen mancher Geister so real, als würden sie tatsächlich genau neben einem stehen.

Fazit

Mit dem ersten Teil der Corpse Party Reihe findet man ein wirklich gutes Spiel für alle Begeisterten des Surival Horror-Franchises. Die Story beginnt recht rasch, die Geschichte bleibt durchgehend spannend. Auch wenn die Grafik sehr alt wirkt, die Szenen in denen gemordet und gefoltert wird gehen aufgrund der besonders guten Soundeffekten und den tollen Leistungen der Sprecher besonders unter die Haut. Einzig und allein die Charaktere hätten noch etwas mehr Tiefe vertragen können. Ansonsten wird man als Horror-Fan hier seinen Spaß haben.

Assassination Classroom

Informationen

Titel: Ansatsu Kyoushitsu (jap.)
Assassination Classroom (eng./dt.)
Genre: Action, Drama, Comedy, School, Supernatural
Erscheinungsjahr: 2015
Regie: Seiji Kishi
Musik: Naoki Satou
Studio: Lerche
Episoden: 22 (~24min)
Format: Serie

Kurzbeschreibung

Die Klasse 3-E der Kunugigaoka-Mittelschule steht vor einer unglaublichen Aufgabe: ein Alien, das sich mit einer Geschwindigkeit von Mach 20 fortbewegt und 70% des Mondes zerstört hat, droht nun auch die Erde zu zerstören. Doch davor möchte er noch ein Jahr lang, bis er am Ende des Jahres die Erde zerstört, eine Klasse unterrichten. Die Schüler diese Klasse möchte er zu Attentäter ausbilden, um sie so dazu zu bringen, ihn noch vor dem Ende des Schuljahres umzubringen. Wird es der Klasse gelingen, den sogenannten "Koro-sensei" zu ermorden, noch bevor er den gesamten Planeten zerstört?

Bewertungen

Animation/Zeichenstil

Das Studio Lerche ist zwar noch ein relativ neues Studio, es hat sich allerdings mit Werken wie Danganronpa: The Animation oder Ranpo Kitan einen Namen gemacht. Der Zeichenstil ist wie die eben genannten Titel gleich geblieben, das heißt die Linien sind sehr dick und die Farben hell und klar. All dies passt sehr gut in die Serie. Auch die Animation sind zwar nichts Herausragendes, aber sehr schön anzusehen.

Handlung

Wenn man sich die Handlung das erste Mal durchliest wird man sich wahrscheinlich denken: "Was geht hier denn ab?". Ganz untypisch für andere Shounen-Vertreter wie Naruto oder One Piece greift diese Serie hier das Thema Schule noch mal ganz neu auf. Und diesmal mit einem Klassenlehrer, den man umbringen soll. Die Story klingt genauso verrückt, wie sie ist. Dabei verlaufen die einzelnen Folgen so gar nicht wie man sie erwartet. In jeder Episode verfolgt man eine andere kleine Geschichte, sei es nun ein altmodischer Klassenausflug oder die jährlichen Zwischenprüfungen. Und dabei steht das Attentat an ihrem Lehrer gar nicht mehr so im Vordergrund.

Charaktere

Anfangs glaubt man zwar, dass eine komplette Schulklasse mit ungefähr 20 Charakteren viel zu viel ist, doch da täuscht man sich. Das Hauptaugenmerk liegt auf den paar wichtigsten Schülern. Alle anderen werden nur stückweise vorgestellt oder erhalten auch ohne besondere Hinweise ihren Auftritt. Dabei wirkt keiner von ihnen irgendwo unwichtig oder unrealistisch. Jeder von ihnen passt gut in die Klasse und sie sind äußerlich wie auch charakterlich gut zu unterscheiden. Auch Koro-sensei kommt in der Serie natürlich nicht zu kurz und ist ein besonders gut dargestellter Charakter.

Musik

Der Opening-Song wurde von fünf der wichtigsten Schülern gesungen und geht sofort ins Ohr. Laut, lustig und kunterbunt! So ist auch das Motto der Hintergrundmusik. Einzig und allein in wirklich ernsten oder dramatischen Moment wechselt die Musik zu einem wirklich düsteren Ton. Das Ending wiederum klingt entspannt und ausklingend. Alles ist stimmig und passt gut zusammen!

Fazit

Mit Ansatsu Kyoushitsu (Assassination Classroom) findet man eine Story, wie man sie sonst noch nie zuvor gesehen hat. Und genau so verhält es sich auch bei der Handlung der gesamten Serie. Die einzelnen Folgen bieten immer wieder Abwechslung, mit viel Komik. Dennoch wechselt die Serie auch manchmal zu ernsthaften Szenen oder auch zu Drama. Bei den Gegnern hat man sich auch wirklich fiese Charaktere einfallen lassen und immer wieder beschäftigt einen die Frage: "Werden sie ihn tatsächlich töten?". Zusätzlich ergeben die Zeichnungen, sowie Animation und Musik ein stimmiges Gesamtbild. Wer nach etwas Außergewöhnlichen, aber dennoch Einzigartigem sucht, wird hier fündig!

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